Aktive Bürger stecken ihre Ziele ab
Juli 21, 2004
Die Badische Zeitung vom 20.07.2004 schreibt über die erste Veranstaltung nach der Kommunalwahl der Aktiven Bürger für Rust:
Harald Schwörer schafte den Sprung in den Gemeinderat mit 2500 Stimmen. Die Liste hatte 8 von 12 möglichen Listenplätzen besetzt. --- Badische Zeitung vom 20.07.2004
Erste Versammlung nach der Kommunalwahl / Man hat einen "eindeutiger Auftrag" ausgemacht
RUST (BZ). Kürzlich fand die erste Veranstaltung nach der Kommunalwahl im Juni 2004 der neuen Liste "Aktive Bürger für Rust" statt. Mit Harald Schwörer hatte ein Kandidat der Aktiven Bürger den Sprung in den Gemeinderat geschafft. Rund 2500 Stimmen haben die acht Kandidaten zusammen erhalten - ein überwältigendes Ergebnis - und ein eindeutiger Auftrag an den neu gewählten Gemeinderat aus dieser Runde, wie betont wurde.
Die Veranstaltung selbst zielte, wie bisher alle derartigen Termine der ABFR, auf eine aktive Bürgerbeteiligung der Ruster ab. Sechs Veranstaltungen haben die Wählervereinigung vor der Gemeinderatswahl abgehalten und den Bürgern dadurch das Thema Bürgerbeteiligung näher gebracht.
Auf der ersten Veranstaltung nach der Wahl konnten nun die Anwesenden ihre Wünsche und Anregungen für die zukünftige Dorfentwicklung mit den Vertretern der ABFR diskutieren. Ziel war es, die den Bürgern wichtigen Themen zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Problemlösung zu entwickeln. Das Spektrum der Themen war überaus vielfältig und die Zahl der Anliegen war hoch.
Folgende Themen wurden besprochen: Spielplätze, Zugang/Freie Wege zu Naherholung und Sportplatz, Angebote für Jugendliche, Kernzeitbetreuung, Lärmbelästigung, Verkehr allgemein, Verkehr und Kinder, Information, Bürgerbeteiligung.
Vor allem das Thema Lärmbelästigung, zu der die SPD in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag gestellt hat, sowie das Thema ruhender Verkehr, zu der die CDU eine Liste mit Engstellen an die Verwaltung weitergegeben hat wurden stark diskutiert. Auch der Bereich Information und Bürgerbeteiligung, der in Rust laut den Anwesenden bisher keinen hohen Stellenwert hat, war ein immer wiederkehrender Punkt.
Verschiedenen Themen hätten die Anwesenden noch gerne länger diskutiert, es standen noch verschiedene Aspekte zur Debatte, unter anderem barrierefreies Dorf, Handwerk und Gewerbe, Tourismuskonzept und dergleichen. Diese wurden aber aufgrund fortgeschrittener Zeit auf den nächsten Termin der Aktiven Bürger für Rust verschoben. Dieser wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.
Antrag: Lärmvermeidung in Rust
Juli 17, 2004
In Zusammenarbeit mit den Bürgern von Rust wurde ein Antrag ausgearbeitet, der sich mit dem Thema Lärm und der Lärmvermeidung in Rust befasst.
Lesen Sie nun hier den ganzen Antrag!
Sehr geehrte Herren Gemeinderäte, sehr geehrter Herr Gorecky,
in unsere vielfältigen Veranstaltungen vor und nach der Wahl sowie Gesprächen von Hr. Gemeinderat Schwörer und anderen Vertretern unserer Wählervereinigung mit Ruster Bürgerinnen und Bürgern stellte sich deutlich heraus, dass sich viele durch verschiedene Lärmquellen im Ort erheblich gestört fühlen. Ihnen allen deutlich wurde dieses Problem auch auf der Gemeinderatssitzung am 19. Juli 2004, wo durch mehrere Bürgerinnen und Bürger das Thema Lärm in der Frageviertelstunde aufgegriffen und Ihnen intensiv dargestellt wurde. Neben einzelnen, teilweise auch privaten, Problemen der Bürgerinnen und Bürger ist es jedoch immer wieder der Europa-Park, der durch seine öffentlichen und privaten Veranstaltungen bis in die späten Abendstunden negativ auffällt. Uns ist klar, dass zum normalen Betrieb des Europa-Parks Veranstaltungen - auch bis in den Abend hinein - gehören, allerdings sind wir der Meinung, dass man auch solche Veranstaltungen so organisieren kann, dass für die Bürgerinnen und Bürger keine Belästigung entsteht. Es ist oftmals auch eine Frage der Kommunikation zwischen Gemeinde und Parkverwaltung und des respektvollen Vorgehens beiderseits, die diese Probleme aus der Welt schaffen könnten. Deshalb möchten wir in diesem Antrag bereits frühzeitig auf die auf uns zukommende Halloween-Wochen im Park zu sprechen kommen. Dies wird die nächste größere Veranstaltung sein, die jedes Jahr mit erheblicher Lärmbelästigung einhergeht. Vor allem das jeden Abend stattfindende Feuerwerk empfinden nicht nur die Bewohner von Rust störend sondern auch unnötig. Aus diesem Grund ist es unserer Meinung nach angebracht dieses Problem frühzeitig mit der Verwaltung des Europa-Parks anzugehen, noch bevor die Lärmbelästigung einsetzt. Die Wählervereinigung "Aktive Bürger für Rust" beantragt deshalb zunächst kurzfristig (vor der Halloween-Phase) ein Gespräch mit der Verwaltung des Europa-Parks anzusetzen, an dem der Gemeinderat, Bürgermeister und Vertreter des Europa-Parks über geeignete Lösungen des anstehenden Lärmproblems diskutieren. Dabei sollte im Vordergrund stehen, dass eine Gemeinde, die das Prädikat Erholungsort anstrebt, nicht einer allabendlichen Lärmbelästigung dieser Art zustimmen kann. Außerdem ist die Zeit in der die Halloween-Feiern und -Feuerwerke stattfinden immer noch eine von Bürgerinnen und Bürgern beider Konfessionen genutzte Zeit der Besinnung und des Gedenkens der Verstorbenen. Ein gewisses Maß an Respekt sollte auch hierüber zur Sprache kommen. Dieses Gespräch kann eine Basis für weitere konstruktive Gespräche zur Beseitigung störender Lärmemissionen bilden. Gleichzeitig beantragen wir, dass die Bürgerinnen und Bürger von Seiten der Verwaltung frühzeitig über Art und Umfang von genehmigten Veranstaltungen im Nachrichtenblatt informiert werden. Somit gibt man ihnen die Möglichkeit bei nächtlicher Ruhestörung geeignete Schritte einzuleiten. Wird dieses Thema von allen Gemeinderäten gleichermaßen als dringend angesehen, ist es bestimmt kurzfristig möglich für die Bürgerinnen und Bürger von Rust eine vernünftige und für alle annehmbare Lösung zu finden.
Mit freundlichen Grüßen
Harald Schwörer
Aktive Bürger für Rust