Bürgergespräch - 13. Januar 2019

Dezember 13, 2018

Wie alle Einwohner von Rust beschäftigt das Seilbahnprojekt auch die ABfR sehr intensiv. Die „Aktiven Bürger für Rust“ stehen hinter der vom Gemeinderat veröffentlichten Resolution zu diesen Planungen. Aufgrund des breiten Widerstands im Gemeinderat, durch Naturschutzverbände und der Bevölkerung nimmt die Leitung des Europa Parks mittlerweile von einer schnellen Umsetzung des Projektes Abstand.

Wir gehen noch einen Schritt weiter und fordern alle Beteiligten dazu auf, sämtliche Überlegungen zum Bau einer Seilbahn durch den Taubergießen grundsätzlich auszuschließen. Der Schutz der Natur muss hier eindeutig vor kommerziellen Interessen stehen.

Die ABfR werden alles dafür tun, um eine solche Trasse zu verhindern. Was wir fordern ist Respekt vor der Natur und den Erhalt des Taubergießens, so wie er heute ist.

Die Belastungen der Gemeinde Rust durch das ungelöste Verkehrsproblem und die Lärmemissionen des Europa-Parks haben die Grenze des Erträglichen erreicht. Die gerade in den Wintermonaten auffallenden Lichtemissionen erinnern an eine Großstadt und passen in keiner Weise mehr zum Leben in einem Dorf.

Was wir brauchen ist die Verkehrsentlastung durch ein intelligentes Mobilitätskonzept und eine effektive, flächensparende Parkraumbewirtschaftung. Es muss vorrangig und schnell eine Reduzierung der Lärm- und Lichtemissionen erreicht werden.

Wir laden alle Interessierten ein, sich schon heute den 13. Januar 2019, 15.00 Uhr als Termin für ein Bürgergespräch im Anglerheim in den Kalender zu schreiben!


Die Grenzen des Wachstums und die Seilbahn

Dezember 13, 2018

Schon seit vielen Jahren stellt sich die Frage, ob die räumliche Expansion des Europa-Parks so wie bisher weitergehen kann, zu Lasten der Bevölkerung und der Natur.

Die planerischen Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Rust sind in absehbarer Zeit erschöpft. Durch die rasch aufeinanderfolgende Erschließung von Baugebieten versucht die Verwaltung dem stetigen Druck auf dem Wohnungsmarkt Rechnung zu tragen. Mit der steigenden Zahl von Wohnungssuchenden (vornehmlich aufgrund des Zuzugs von Mitarbeitern des Europa-Parks) kann die Bautätigkeit für den freien Wohnbau indes nicht mithalten.
Nicht zuletzt auch aufgrund von ca. 200 bisher baurechtlich nicht genehmigten Beherbergungsbetrieben ist in Rust zu wenig Wohnraum für „Dauerwohnen“ vorhanden. Diesem Umstand tritt die Gemeindeverwaltung nun endlich mit einem neuen Konzept und neuen Bebauungsplänen entgegen. Ein richtiger und wichtiger Schritt für die Bevölkerung. Es geht darum, dass nicht nur Gäste des Freizeitparks eine gute Unterkunft brauchen, sondern auch diejenigen, die Rust ihre Heimat nennen wollen.

Im Süden und Westen sind die Grenzen des Grünzugs und der Naturschutzgebiete erreicht. Im Osten hat sich die Gemeinde, durch die Überlassung großer Flächen an den Zweckverband ZVT zur Förderung des Tourismus (sprich für Bautätigkeiten des Europa Parks), selbst jeglicher Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. Da bleibt nicht mehr viel übrig für die nächsten Jahrzehnte... und man kann sich schon die Frage stellen, wie unsere Enkel und Urenkel Rust einmal vorfinden werden und wo sie denn wohnen könnten?

Die Grenzen des räumlichen Wachstums sind spürbar erreicht! Das merkt auch das Unternehmen Mack.

Durch die Überlassung des ZVT-Gebietes zum Bau von Hotels und „Wasserpark“ hat der Wachstumsdruck zunächst ein Ventil gefunden. Aber ob das genügt für die Zukunft? Es ist damit zu rechnen das große Teile des 140 ha großen Zweckverbandsgebietes bald für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur benötigt werden. Die aktuelle Parkplatzsituation ist nicht mehr tragbar. Der Kollaps des Verkehrs ist an vielen Tagen bereits Realität. Man hat sich bisher stets geweigert, sich etwas Anderes als immer mehr Parkplätze mit hohem Flächenbedarf einfallen zu lassen. Dieses System ist am Ende, da immer mehr Menschen den Park besuchen wollen. Die Geschäftsführung des Freizeitparks spricht von sogenannten Überlauftagen und Überlaufparkplätzen. Man meint damit mehr oder weniger geordnetes Parken auf den Wiesen, nur wenige Meter von den Grenzen der Naturschutzgebiete „Elzwiesen“ und „Taubergießen“ entfernt.

Der Europa Park ist mit in der Pflicht diesen Zustand zu beenden und verträgliche Lösungen zu schaffen.

Neue Parkplätze müssen her. Die Unternehmer des Parks möchte diese gerne im Elsass erschließen. Sicherlich sind die dortigen Gemeinden, in der strukturschwachen Region, berechtigt dankbar über jeden, welcher Interesse an langfristigen Investitionen zeigt. Es macht jedoch überhaupt keinen Sinn, die Probleme vor Ort in Rust durch neuen Flächenverbrauch im Elsass lösen zu wollen. Das sind letztlich nur vorgeschobene Argumente. Geht es der Unternehmerfamilie dabei tatsächlich um das Verkehrs- und Parkplatzproblem in Rust? Geht es nicht eher darum, im Elsass zunächst eine Feriendependance zu schaffen, die man dann über die Jahre (a la Rust) nach und nach, mit Geduld und unternehmerischen Geschick, erweitern kann?

Da käme eine Seilbahn zwischen Diebolsheim und Rust gerade recht. Ein verbindendes Element der deutsch- französischen Freundschaft? Eher ein Mittel, um die Grenzen des Wachstums zu überwinden und eine weitere Attraktion zur Steigerung der Besucherzahlen. Jeder Versuch, das Seilbahnprojekt als Medium des ÖPNV oder als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft darzustellen, ist lächerlich.

Die Bürger der Region brauchen keine Seilbahn durch den Taubergießen. Nur das Unternehmen Mack will diese Bahn. Um sich den Weg für zukünftiges Wachstum zu ebnen.

Zwischen den Gemeinden links und rechts des Rheins befinden sich mit die wertvollsten Naturschutzgebiete welche Europa zu bieten hat. Nicht ein Quadratmeter Naturschutzgebiet darf für den Bau einer sinnlosen Seilbahn geopfert werden. Den „europäischen Gedanken“ als Argument für einen unumkehrbaren Eingriff in ein hochwertiges europäisches Schutzgebiet anzuführen, grenzt an Schizophrenie.

Ich zitiere einen Leserbrief aus der Badischen Zeitung: „So etwas tut man nicht!“
Und ich ergänze: Auch nicht in 5 Jahren!


Eine Seilbahn ja, aber wo?

Dezember 6, 2018

Nach der Sensationsmeldung über die Vision „Seilbahn von Frankreich in den Europapark“ wundert sich ein Ruster, lebend an einer Durchgangsstraße des „Erholungsortes“, über die schon zustimmende Reaktion der höheren Beamten aus Freiburg und Offenburg. Für das Naturschutzgebiet Taubergießen sieht man wohl keine unüberwindbaren Hindernisse, konnte man erfahren. Wenn in diesem Zusammenhang auch noch der Begriff Ökologie verwendet wird, dann ist dies einfach absurd. Wie für naiv hält man uns denn? Bei diesem Projekt geht es dem Unternehmen ausschließlich und einfach nur darum, eine neue Besucherschicht zu erschließen!

Für die Ruster geht es aktuell um ganz andere Themen. Sie haben zwar jetzt die neue Brücke an der Autobahn eingeweiht, die Dame und die Herren, die geschaufelt haben mit den Spaten. Aber damit wird die Verkehrssituation zum Freizeitpark nicht gelöst. Am Kreisel bei Colloseo kommt es zum ersten Rückstau, der sich fortsetzt beim zweiten Kreisel und den Gipfel erreicht bei der Einfahrt in der Großparkplatz. Jetzt werden dann die Autos über Feldwege umgelenkt auf die Wiesen weit hinter dem Park, nur 50 m vor dem sogenannten „Naturschutzgebiet Taubergießen“. Ist dort gefüllt, dann fahren die Autos wieder nach Osten und Süden oder gar ins Dorf am Rande des Freizeitparks. Verkehrsnachrichten machen die Besucher scheinbar schlau und diese lenken ihre Autos bei Herbolzheim oder Grafenhausen schon dort von der Autobahn über die Land- und Kreisstraßen nach Rust, durchs „beschauliche Dorf“. Am Kreisel bei Hotel „Colloseo“ entstehen weitere Rückstaus nach Norden und Süden. Viele Besucher verlassen die Autoschlange im Ort und parken im Irgendwo. Dies ist die Realität.

Statt der Vision „Seilbahn“ ist es deshalb unbedingt erforderlich, den Zugangsverkehr von der Autobahn zum Europapark besser zu organisieren, aufzuteilen und zu splitten. Unmittelbar an der Autobahnausfahrt muss ein Teil der Fahrzeuge in ein Parkhaus oder Parkdeck gelenkt werden. Weitere Fahrzeuge muss man dann auf (in) einem Parkdeck/Parkhaus bei der Wasserwelt unterbringen. In ein Parkhaus, unmittelbar südwestlich des Kreisverkehrs beim „Colloseo“ sind weitere Autos abzuleiten. Die so reduzierte Autoschlange lässt sich somit entspannter auf den Großparkplatz lenken und auch dort muss letztendlich und endlich(!!) ein Parkdeck entstehen, darunter ein Buswendeplatz, um diese Fahrzeuge wieder über den Zubringer zur Autobahn fahren zu lassen und nicht mehr durchs Dorf. Im Westen der Ruster Gemarkung kann man nicht weitere Äcker zu Wiesen einsäen, damit daraus immer wieder neue Parkierungsflächen werden. Wie man die Besucher von den Parkhäusern zum Freizeitpark bringt? Kein Problem: Baut doch eine Seilbahn von Ringsheim nach Rust!

Bei allem Verständnis für das Wachstum eines Unternehmens ist es auch Aufgabe einer Firma, für eine adäquate Verkehrsinfrastruktur zu sorgen. Diese Forderung müssen Politiker jeder Ebene und auch verantwortungsvolle Beamte gegenüber dem Unternehmen mutiger vertreten, denn sie haben auch Verantwortung für unsere Heimat, Natur und Schöpfung. Deshalb Lösung der geschilderten Probleme statt Eingriff in den Taubergießen, der dem Unternehmen schließlich noch nicht gehört.


Umfrage: Ambulante gesundheitliche Versorgung im Ortenaukreis

Dezember 5, 2018

Das Landratsamt für eine Umfrage zur gesundheitliche Versorgung im Ortenaukreis durch.

Einwohner des Ortenaukreises ab sofort bis zum 31. Dezember 2018 anonym ihre Standpunkte und Erfahrungen zur ambulanten gesundheitlichen Versorgung mitteilen.

Hier geht es zur Umfrage bis zum 31.12.2018: Ambulante gesundheitliche Versorgung im Ortenaukreis

 

 


Kommentare und Stellungnahmen: Seilbahn durch das Naturschutzgebiet Taubergießen

November 25, 2018

Aktuelle Kommentare und Stellungnahmen (November 2018):

 

 

 

 



Feiern Sie mit uns die Breitläger-Brücke

Juli 7, 2018
 
Am 25. Juni 2018 wurde die neue Brücke über die Elz im Gewann Breitläger offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Gemeinde berichtete im letzten Mitteilungsblatt darüber.
 
Diese Brücke geht auf einen Antrag der Aktiven Bürger für Rust zurück, der bereits im Jahr 2010 gestellt wurde. Die Idee war, mit dieser Rad- und Fußgängerbrücke über die Elz neue Wegeverbindungen zu schaffen und freie Wege in die Natur zu bieten.
 
Nach Errichtung der Brücke in diesem Jahr ergeben sich nun interessante und attraktive Rundtouren für Ausflüge mit Rad oder Kinderwagen, für Spaziergänger, Wanderer und Jogger. Die Brücke ist über den nördlichen Ortsausgang von Rust, ca. 800 m von der Karl-Friedrichstraße oder über die Austraße zu erreichen 
 
 
 
Feiern Sie mit uns die neue Brücke am Dienstag, den 17. und Mittwoch den 18. Juli 2018, jeweils ab 19:30 Uhr vor Ort. Wir berichten über die Entstehungsgeschichte, Planung, Umsetzung und Umgebungsgestaltung. Außerdem sprechen wir gerne mit Ihnen über aktuelle kommunalpolitische Themen und Projekte der Gemeinde Rust.
 
 
Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Sie
Ihre Gemeinderäte 
Elke Ringwald, Günter Erny und Katja Kattinger