Wählerisch - mehr Frauen in die Kommunalpolitik

August 16, 2007

Unter diesem Motto findet am Samstag, 6. März, von 14 bis 18 Uhr im Rathaus in Emmendingen eine Veranstaltung statt. Dabei sollen Frauen motiviert werden, sich verstärkt in die Kommunalpolitik einzubringen und bei den Kommunalwahlen im Juni zu kandidieren. Gleichzeitig soll auch darum geworben werden, dass Frauen verstärkt Frauen wählen. Veranstalterin ist u.a. die parteiübergreifende "Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik" im Kreis Emmendingen.

Nach einer Einführung werden Kommunalpolitikerinnen aus dem Kreis Emmendingen in einer Talkrunde über ihre persönliche Motivation und ihre Erfahrungen sprechen. In drei Workshops geht es dann um die konkrete Aufgabe der Kommunen, sowie um Bürgerinitiativen und andere Themen. Gerade in den Kommunalparlamenten sind wir noch weit entfernt von einer ausgewogenen Teilhabe von Frauen und Männern an politischen Entscheidungsprozessen.

Hier noch ein paar Zahlen zur Verdeutlichung:

Den Gemeinderäten im Ortenaukreis mit kreisweit 940 Mitgliedern gehören 158 Frauen an. Das entspricht einem Anteil von 16,8%.

Frauenanteile in den Gemeinderäten zum Vergleich:

Kreis Emmendingen: 19,3 %

Baden-Württemberg Gesamt: 18,6 %

Gemeinde Rust: 8,3 % (1 Frau, 11 Männer)

Im Kreistag des Ortenaukreises ist der Frauenanteil mit 5,7 % besonders gering. Hiermit ist der Ortenaukreis sogar Schlusslicht unter den baden-württembergischen Kreistagen.

Mehr zu diesem Thema:

www.statistik.baden-wuerttemberg.de

 


Lärm - ein Thema das alle angeht

August 16, 2007

Lärm nervt und macht krank. In hohen Dosen und auf Dauer schädigt der und führt zu Schlaf- und Herzkreislaufstörungen. Lärm ist laut. Aber was wir als Lärm empfinden, hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Während uns laute Musik motiviert, kann uns ein leise tropfender Wasserhahn zermürben. Denn der Schall arbeitet wie ein Bote, der Nachrichten über das Ohr ins Gehirn bringt. Erst dort wird die Information entschlüsselt und bewertet. Unser Hörsystem führt Tag und Nacht eine emotionale Bewertung des Gehörten durch. Demzufolge ist Lärm eine Art unerwünschte Nachricht. Doch gefährlich wird es erst, wenn der Lärm permanent und wiederholt oder langfristig nervt oder plötzlich mit hoher Intensität zuschlägt.

KEINE GEWÖHNUNG AN LÄRM

Viele täuschen sich selbst mit der Vorstellung, dass Lärm etwas sei, woran man sich "gewöhne". Eine positive Einstellung zu einem bestimmten Geräusch mildert zwar physiologische Reaktionen, aber die schleichende Wirkung auf das Innenohr bleibt. Soviel zur theoretischen Aussage und Betrachtungsweise ( Auszüge der LFU BW ) und zum aktuellen Bezug : Wir gratulieren dem Europa-Park zum 30. Firmenjubiläum und zu der sicherlich gelungenen Veranstaltung am 16. Juli 2005. Diese Veranstaltung offenbart jedoch die Problematik abendlicher Öffnungszeiten: die Belastung der Ruster Bürger ist am Abend noch höher als sonst. Der hohe Lärmpegel der Sonderveranstaltungen, insbesondere auch die abendlichen Geräuschemissionen der Achterbahnen und sonstigen Fahrgeschäfte und das recht lange nach Veranstaltungsende hohe und zusätzliche Verkehrsaufkommen im Ort (Hausener.-, Fischer-, Karl-Friedrich-, Ritterstraße) sind für Anwohner nicht erträglich. Wir treten vehement dafür ein, dass der Schutz der Nachtruhe ein wichtiges Gut im menschlichen Leben ist und gewahrt werden muss. Ein gemeinsames Miteinander und Rücksichtnahme in allen Bereichen des täglichen Lebens, eine sinnvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind die Basis der Koexistenz. Wirtschaft und Arbeitsplätze sind ein hohes Gut und nicht minder zu bewerten - Ruhe, Schlaf und Erhalt der Arbeitsfähigkeit aber auch!